TU Berlin

Fahrerverhaltensbeobachtung für energetische Optimierung und UnfallvermeidungkomDRIVE

Fachgebiet FVB

Inhalt des Dokuments

zur Navigation

komDRIVE

 

Elektrifizierungspotenzial kommerzieller Kraftfahrzeug-Flotten im Wirtschaftsverkehr als Dezentrale Energie-Ressource In städtischen Verteilnetzen

Inhalte

Beim städtischen Wirtschaftsverkehr wird von einer deutlichen Steigerung der Verkehrsleistung in den nächsten Dekaden ausgegangen. Heutzutage werden fast ausschließlich Dieselfahrzeuge eingesetzt. Aus fahrzeugtechnischer Sicht sind elektrifizierte Antriebe, besonders im Schwerlastverkehr aber auch im städtischen Wirtschaftsverkehr, unrentabel. Deshalb werden hier bislang weniger Alternativen diskutiert als beim Personenverkehr, obwohl Flottenbetreiber im Gegensatz zu privaten Nutzern viele Anforderungen idealer xEV-Erstnutzer erfüllen. Durch die Fokussierung auf den Personenverkehr wird die Chance vertan, durch die Elektrifizierung des städtischen Wirtschaftsverkehrs einen Teilbeitrag zum emissionsarmen Güterverkehrskonzept der Zukunft zu leisten.

Der steigende Anteil dezentraler Stromerzeugung geht mit deutlich erhöhten Anforderungen im Verteilnetz einher. Einspeisespitzen aus erneuerbaren Energien können zu Verletzungen des Spannungsbandes und zu einer Überschreitung der verfügbaren Leitungskapazitäten führen. Daher bedarf es Maßnahmen des steuerbaren Verbrauchs und der Speicherung. Die Energiespeicherung ist jedoch problematisch, da es entweder an geeigneten geologischen Formationen fehlt (z.B. Pump- und Druckluftspeicherkraftwerke), nur kurzzeitige Speicherung möglich ist (z.B. Schwungräder) oder große Kosten entstehen (z.B. stationäre Batteriespeicher).

Im Rahmen von komDRIVE kann diesen beiden Herausforderungen,

  • der fortlaufenden Dominanz von CO2-intensiven Dieselantrieben im Güterverkehr in Kombination mit einer erwarteten Zunahme der Verkehrsleistung und
  • die Problematik der Energiespeicherung bei Zunahme des Anteils dezentral erzeugter Energie

mit einer ganzheitlichen Lösungsstrategie entgegengewirkt werden.

Ziele

Das Vorhaben untersucht, unter welchen Randbedingungen der Einsatz von Elektrofahrzeugen im Güternahverkehr technisch, ökologisch und ökonomisch vorteilhaft ist, und welche Synergien sich zu anderen Bereichen, insbesondere zur Stromwirtschaft erzielen lassen. Dies erfordert folgendes Vorgehen:

  • Optimierung der Elektrifizierung des städtischen Wirtschaftsverkehrs (Güternahverkehr und Dienstleistungsverkehr) mit Rücksicht auf Mobilitätsansprüche der Flottenbetreiber und Reduktion der CO2-Emission,
  • Potenzial zur Integration fluktuierend einspeisender erneuerbarer Energien durch Optimierung der Ladevorgänge elektrifizierter Flotten und
  • Identifikation eines Gesamtkonzepts zur kostenoptimalen Zusammensetzung gewerblich genutzter Fahrzeugflotten unter Berücksichtigung der ermittelten Synergien.

Die zentrale Forschungsfrage des Vorhabens lautet somit:

Unter welchen Randbedingungen ist der Einsatz von Elektrofahrzeugen im städtischen Wirtschaftsverkehr vorteilhaft für die Energieversorgung und technisch, ökologisch und ökonomisch sinnvoll für Flottenbetreiber, Stromerzeuger und Verteilnetzbetreiber?

Zur Beantwortung dieser zentralen Fragestellung werden nachfolgend wissenschaftliche und technische Arbeitsziele definiert.

  • Erstellung einer Fahrprofildatenbank mit verschiedenen Nutzfahrzeugen vom Zweirad bis zum Verteiler-LKW
  • Ableitung der optimalen Flottenzusammensetzung unter Berücksichtigung des Elektrifizierungsgrades für den spezifischen gewerblichen Anwender
  • Implementierung und Anwendung von Fahrzeug-, Flotten-, Netz- und Batteriemodellen zur ganzheitlichen Beurteilung von (teil-)elektrifizierten Fahrzeugflotten
  • Abschätzung des Potenzials von Netzdienstleistungen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit von elektrifizierten Flotten im städtischen Wirtschaftsverkehr
  • Abschätzung der lokalen ökologischen und verkehrlichen Effekte eines mehrheitlich elektrifizierten städtischen Wirtschaftsverkehrs auf den städtischen Lebensraum und Übertragung auf den gesamten Wirtschaftsverkehr in Deutschland
Arbeitspakete des Projekts komDRIVE
Arbeitspakete des Projekts komDRIVE
Lupe

   

Daten und Fakten
Projekt
Elektrifizierungspotenzial kommerzieller Kraftfahrzeug-Flotten im Wirtschaftsverkehr als Dezentrale Energie-Ressource In städtischen Verteilnetzen
Partner
TU Berlin - Fachgebiet Kraftfahrzeuge
TU Berlin - Fachgebiet Energieversorgungsnetze und Integration erneuerbarer Energien
TU Berlin - Zentrum Technik und Gesellschaft
Forschungszentrum Jülich GmbH (IEK-STE)
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg
Dauer
September 2013 - August 2015
Abschlussbericht

Partner des Gemeinschaftsprojekts komDRIVE: TU Berlin – FG KFZ, TU Berlin –SENSE, TU Berlin – ZTG, FZ Jülich GmbH, ZSW, BMWi
Lupe

Navigation

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe